«

»

Jan 15

Dreamsearcher41

FuDuntu .. Wieder ein (u)Buntu mehr ?

fuduntu logoLetztes Jahr hatte ich bereits schon einen kurzen Artikel über Fedora
geschrieben.
Wie man meinem Artikel entnehmen konnte, war ich nicht wirklich
von Fedora überzeugt.
Auf der Suche nach einem anwendungsfreundlichen FEDORA bin ich
über FuDuntu 2011.1 gestolpert. Das Wort Anwenderfreundlich
interpretiere ich übrigens als Leicht konfigurierbar.

Der Name FuDuntu leitet sich ganz gezielt aus Fedora und Ubuntu ab.
Allerdings dient hier als Grundlage FEDOA und hat mit Ubuntu
-welches auf Debian basiert- nichts zu tun.
Die FuDuntu Macher haben lediglich ein benutzerfreundliches Fedora a’La Ubuntu Like ,
gestrickt.

FuDuntu 2011.1 ist im Januar 2011 erschienen, daher die Version – Kennzeichnung.
Bei 2011.1 handelt es sich übrigens um ein Rolling-Release.
Was bedeutet, dass eine kontinuierliche Softwareentwicklung vorliegt. Bei einem Linux System,
das ein Rolling-Release-Prinzip anwendet, gibt es keine Betriebssystem-Versionen, bei dem im
Fall eines Version-Upgrades eine große Menge an Software auf einmal aktualisiert wird.
Die einzelnen Software-Pakete werden vielmehr immerfort aktualisiert.
Genauso wie bei LMDE muss künftig ebenfalls kein iso mehr heruntergeladen werden.

FuDuntu Daten
Kernel : 3.1.6-1
Gnome Version : 2.32 Ich weiß nicht, wozu man ein (noch verkorkstes) Gnome 3.x benötigt.
Sprache : Komplett in Deutsch !!
Dateimanager : Nautilus Elementary
Avant Window Navigator ist ein Dock-ähnlicher Fenster-Navigator für GNOME.

Der Test.

Eines vorweg. Ich bin kein Freund von Virtualisierungslösungen !!
Um ein Os. intensiv zu testen um abschließend zu beurteilen, bedarf es nämlich einer
Hardware nahen Installation. Sprich, Installation auf Platte !!
Alles andere ist reiner Schwachsinn, weil absolut oberflächlich und nur Designorientiert.
So stellt Virtualbox seinem Gast lediglich bereits schon vorhandene Ressourcen zur Verfügung.
Man kann also keinesfalls beurteilen, ob beispielsweise die Hardware für den WLAN betrieb
richtig erkannt wurde. Geschweige denn, die erforderlichen Treiber zu testen, oder sonstiges.

Übrigens, was das Wirts-System nicht kann oder kennt, bedeutet noch lange nicht, das das
Gast-System es auch nicht erkennt. Man muss ihm nur ECHTE Hardware Kost zum Fraß vorwerfen.

Auf meinem etwas betagten Hp-Pavilion DV-6000en, wurde sogar der Broadcom BCM-4311 Chipsatz
unter FuDuntu auf Anhieb und ohne weiteres Zutun erkannt.
Was unter den unzähligen Buntus und Mint’s bis heute nicht der Fall ist.
FuDuntu 2011.1 rennt mit dem neuen Kernel 3.1.6-1

Die (Dualboot) Installation verlief sehr Zügig und ohne Komplikationen.

Anmerkung :
Will man einen Benutzer haben, der alles darf (also wie bei den Buntus und Mints) muss die Datei
/etc/sudoers mit Root Rechten bearbeitet werden.
In dem man folgende Zeile hinzufügt.

Notice

testuser    ALL=(ALL)       ALL

Nun ist testuser in der Gruppe sudoers.
Man kann z.B. ganz bequem im Terminal ein sudo gedit /etc/fstab ausführen und
weitere Einträge in die fstab hinzufügen, oder sonstige administrative Eingriffe
vornehmen. Ein zuvor umständliches “su root” ist so mit passe’.

Während der Installation kann man – genauso wie in Buntu oder Mint – mittels dem Anaconda
Installer bereits bestehende Partitionen selektieren und diese weiterhin nutzen.
Praktisch, wenn man die alte /home Partition weiter benutzen möchte. Falls vorhanden.
So läuft auf meinem Pavilion Nb. FuDuntu 2011.1 neben Win7 absolut stabil und zuverlässig.
Ich möchte – ohne zu übertreiben – behaupten das FuDuntu um einiges flotter rennt, als die
aktuellen Buntus und Mint’s.

Einzigstes kleines, aber leicht überwindbares Manko ist die meiner Meinung nach, die etwas
spartansiche Software Ausstattung nach der Installation.
Zum Surfen setzt man auf den den Google Chrome-Pendant “Chromium”
in der Version 16.0.912.63 .
Chatten funktioniert per Default mit Empathy würrggg…

Als Office Lösung soll z.B. die Online Lösung “Google Docs” herhalten.
Einen E-mail Klienten gibt es nicht. Das überlässt man ebenfalls wieder der Firma Google
mit deren Web-Mail Oberfläche, welches mit einem eigens dafür konzipierten Applet
daher kommt.

Weil ich meine Briefpost ans Finanzamt keinesfalls mit Google Docs teilen, oder
(vielleicht womöglich unwissentlich) veröffentlichen werde, entscheide ich mich für die Offline
Lösung LibreOffice.
Zum Surfen habe ich Chromium durch Firefox in der Version 9.01 ersetzt.
Empathy habe ich ebenfalls zum schweigen gebracht und durch Pidgin ersetzt.

Als E-Mail Klient ist Thunderbird in der Version 9.0 auf die Platte gekommen.

Auf die Lieblingssoftware muß man unter FuDuntu also nicht verzichten.
Dank..

Notice

sudo yum install paketname


…ist dies wirklich kein Akt.

Wer seine Lieblingssoftware lieber mit GUI-Unterstützung installieren möchte, kann
dies natürlich auch mit “Gnome Package Kit” (gpk) machen.

Im Menü zu erreichen über System >> Administration >> Software Hinzuf/Entf.
Mein Lieblings html Editor namens Kompozer ist leider nicht in der FuDuntu Paketquelle
vorhanden. Macht aber nix .
Denn so wie man unter Debian oder Ubuntu so genannte Deb’s installieren kann, so geht
das auch in Fedora. Nur eben mit RPM Paketen.
So konnte ich mir Kompozer in der aktuellen Version 0.8b3 als RPM Paket herunterladen
und Installieren.

Der Spagat zwischen Funktionalität und gutem Design, bezüglich der Systemressourcen
scheint den Machern von FuDuntu absolut gelungen zu sein.

Foto Vergrössern

Denn auf meinem Hp Nb., bestehend aus einer AMD 1,8 Ghz Dualcore CPU,
Nvidia Geforce Go 6150 Graka. und 2Gb. Ram, belegt FuDuntu gerade mal
magere 270 Mb. Ram !! Und das mit aktiven 3-D Compiz Effekten.
Bleiben also noch genügend Ressourcen fürs Webradio mit Shoutcast Audio Streaming
und Live Cam plus all dem ganzen Kladderadatsch.

Das Problem mangels deutschem Support bleibt allerdings nach wie vor.
Was mit normalen Schulenglisch Kenntnissen nicht mehr geht, muss eben der Google-
Translator übernehmen. Was solls…

Links :
FuDuntu Website , Downloads, Support Forum

Nachtrag vom 19.02.12
Bis heute rennt Fuduntu absolut stabil und zuverlässig mit Kernel 3.2.5-3

2 Kommentare

  1. Bjoern

    Der Gefaellt mir Button wuerde sich gut im Blog machen, oder habe ich ihn uebersehen?

  2. Dreamsearcher41
    Dreamsearcher41

    Du meinst den “I Like Button ” ? Ich bin leider kein Freund von Facebook.

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.